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Anton Voyls Fortgang (1986) ist der Titel der deutschen Übersetzung von Georges Perecs Roman La Disparition. Der 1969 zuerst auf Französisch veröffentlichte Roman gilt als wichtiges Werk der potentiellen Literatur. Ausgehend von oulipotischen Ideen und angespornt von einer Wette schrieb Perec den gesamten Roman ohne ein einziges Wort mit dem Vokal e. So schuf er das bis dahin umfangreichste Leipogramm, wobei er ausgerechnet den häufigsten Buchstaben des Französischen ausließ. Die lipogrammatische Auslassung ist verknüpft mit dem Leitmotiv des ›Verschwindens‹ (franz. disparition). Nach Anton Voyls ominösem Fortgang entwickelt sich der Roman zu einer „Krimigroteske“ und Familiensaga mit kolportagehaften Rache-Szenarien. In deren Verlauf kommen nacheinander alle Verwandten von Anton Voyl gewaltsam um. Beim Versuch, den Tabu-Buchstaben e auszusprechen, verschwindet schließlich auch der ermittelnde Inspektor. In die Handlung sind zahlreiche lipogrammatische Pastiches von Werken der Weltliteratur verwoben, u. a. Adolfo Bioy Casares’ Morels Erfindung, Thomas Manns Der Erwählte, Herman Melvilles Moby Dick und Arthur Rimbauds Vokale. „Perecs Geniestreich ist natürlich, dass er die Regel, die die Ausarbeitung der Geschichte regiert, in die erzählte Geschichte selbst verwandelt und die Logik bis zum Ende getrieben hat.“
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).