Florence Henri
Sign in to savephotographer and painter (1893-1982)
Person · Open Library
- Born
- 1893
- Died
- 1982
- Works
- 4
Top works
- Florence Henri
- Florence Henri, 70 photographies, 1928-1938
- Florence Henri
- Florence Henri
via Open Library + Wikidata
Music · MusicBrainz
- Type
- Person
- Gender
- Male
- Origin
- France
- Active from
- 1917-07-18
- Active to
- 2008-02-13
Discography
- Henri Salvador chante ses derniers succès1955
- Henri Salvador alias Henry Cording and His Original Rock and Roll Boys1956
- Dans mon île1958
- Sous les tropiques (Chansons douces... et typiques)1958
- Henri Salvador1959
- Salvador s'amuse1959
- Le Martien1963
- Monsieur Boum-Boum1963
- Zorro est arrivé1964
- Les Derniers Succès "Rigolo"1965
via MusicBrainz · CC0
Recent publications · Crossref
5 total works indexed
- A human gut microbial gene catalogue established by metagenomic sequencing
· 2010 · cited 9,937x
- 2010 Rheumatoid arthritis classification criteria: An American College of Rheumatology/European League Against Rheumatism collaborative initiative
· 2010 · cited 7,613x
- UniProt: the Universal Protein Knowledgebase in 2023
· 2022 · cited 6,767x
- Enterotypes of the human gut microbiome
· 2011 · cited 6,388x
- Local compositions in thermodynamic excess functions for liquid mixtures
· 1968 · cited 6,324x
via Crossref · CC0
Full text
Geboren wird Florence Henri in New York. Anna Maria Schindler, ihre Mutter, ist deutscher Herkunft. Ihr Vater, François de Montagne Henri, gebürtiger Franzose. So viel ist gesichert. Die darauffolgende Spanne dagegen ist ebenso lückenhaft wie widersprüchlich dokumentiert: Mal verschweigt die Forschung die Existenz des jüngeren Bruders. Mal wird als Todesjahr der jungverstorbenen Mutter 1893, mal 1895, mal 1902 genannt. »Her private life is as well documented … as she would have liked« – ihr Privatleben sei so gut dokumentiert, wie sie es zuließ, erklärt ein enger Freund die missliche Quellenlage (zit. n. Du Pont, S. 129). Nicht das Gestern habe für Henri gezählt, sondern das Heute. Unbekannt ist daher auch, wann die kleine Florence Henri mit ihrem Vater, der sein Brot als Direktor einer Mineralöl-Gesellschaft verdient, nach Europa geht – und wo der Bruder blieb. Zumindest Vater und Tochter reisen jahrelang durch Europa, lassen sich – berufsbedingt – nur temporär nieder, in Schlesien, Paris, Wien, München, auf der Isle of Wight. Als auch der Vater stirbt, lebt Henri – anscheinend – kurzfristig in Rom, bei ihrer Tante Anni Gori und deren Gatten, dem Dichter Gino Gori. Henri besucht das Konservatorium, trifft erstmals italienische Futuristen. Während des Ersten Weltkrieges bestreitet Henri ihren Lebensunterhalt per Stummfilm-Begleitung am Klavier. 1922/23 studiert sie in Johannes Walter-Kuraus Berliner Atelier. 1924, mit 31 Jahren, beschließt sie nach Paris zu gehen und ehelicht zweckdienlicher Weise kurzerhand Karl Anton Koster, einen Schweizer Hausangestellten – denn erst der neue Pass ermöglicht die Einreise. In Paris studiert Florence Henri u.a. an der frisch eröffneten »Académie Moderne« Fernand Légers und Amedée Ozenfants und teilt sich ein Atelier mit der Essener Künstlerin Margarete Schall. Dank Henris multipler KünstlerInnen-Kontakte sind ihre Werke bereits 1925 auf der elementaren Pariser Ausstellung »L’Art d‘aujourd’hui« zu bestaunen. Zunächst deutlich vom späten Kubismus, von Léger und dem »Esprit nouveau« geprägt, wendet sie sich fortan dem Konstruktivismus zu, arbeitet mit dessen niederländischen Hauptvertretern, den De Stijl-Begründern Piet Mondrian und Theo van Doesburg an der Zeitschrift »L’Art Contemporain«. 1927 gönnt sich die inzwischen 34-jährige Henri ein Sommersemester am Dessauer Bauhaus. Als Gasthörerin. Wahrscheinlich animiert Margarete Schall sie zu diesem Schritt. Henri habe sich erheblich von den anderen BauhäuslerInnen unterschieden – »she was different from everybody else« (zit. n. Du Pont, S. 18), erinnert sich Kommilitonin Eva Weininger. Und offenbar meinte sie damit nicht nur Henris fortgeschrittenes Alter. Offiziell konzentriert sich Henri unverändert auf die Malerei. Parallel entdeckt sie am Bauhaus jedoch die Fotografie: Eine Fotoklasse existiert damals zwar noch nicht. Erst zwei Jahre später wird sie installiert. Doch [url= Moholy[/url], die »Hausfotografin« der Kunstschule, und deren Gatte László Moholy-Nagy sensibilisieren Henri für alle Techniken moderner Fotografie, für ungewöhnliche Perspektiven und Bildausschnitte, extreme Nahaufnahmen, markante Hell-Dunkel-Kontraste. Sie und Moholy freunden sich an. Henri lebt im Meisterhaus des KünstlerInnen-Paares. Und Moholy produziert die heute bekanntesten Henri-Portraits. »Paris macht einen höchst unmodernen Eindruck nach dem Bauhaus« (zit. n. Müller, S. 130), klagt »Monti« nach der Rückkehr in ihr Pariser Domizil, das sie längst mit schneidigen Bauhaus-Möbeln ausstaffiert hat – mit Marcel Breuers Sessel »Wassily« und Wilhelm Wagenfelds »Tischlampe 1924«. »Ich habe dieses vague ins Nichts malen so satt & habe enorm viele Ideen für Photo« (zit. n. Guttenberger, S. 73). Sie legt die Malerei auf Eis, will als professionelle Fotografin arbeiten. Erneut darf sie – dank ihres reichhaltigen Gespürs für Netzwerkbildung und anspruchsvolle Fotografie – schon bald an essentiellen Ausstellungen teilnehmen: Gleich mit 21 Arbeiten ist sie bei der fotohistor
Excerpt from the full text · 40,000 chars · not written by Vinony