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Als Hanle-Effekt wird die Beobachtung bezeichnet, dass die Polarisation des nach resonanter Anregung von Atomen abgestrahlten Lichts verschwindet, wenn die Atome einem Magnetfeld ausgesetzt sind. Der Effekt wurde 1924 von dem Physiker Wilhelm Hanle entdeckt, der auch eine halbklassische Erklärung für den Effekt lieferte. In den 1930er Jahren stellte Gregory Breit eine quantenmechanische Theorie vor, das sogenannte level crossing, das den Hanle-Effekt quantenmechanisch erklären konnte. Der Effekt spielte eine wichtige Rolle beim Übergang von den frühen Quantentheorien zur Quantenmechanik. Das level crossing wurde 1959 durch F. D. Colegrove, P. A. Franken, R. R. Lewis, R. H. Sands experimentell beobachtet und der Hanle-Effekt erlebte damit eine kleine Renaissance. Eine wichtige Anwendung des Hanle-Effekts ist die experimentelle Bestimmung der Lebensdauer angeregter Zustände.
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