Kurhaus Meran - arch.atlas
atlas.arch.bz.it →Bevor Friedrich Ohmann den Auftrag für den Bau des neuen Kurhauses erhielt, waren bereits zwei Wettbewerbe ausgeschrieben worden, an denen sich unter anderem Wilhelm Kürschner, Stadtbaumeister in Bozen, Marcel Kammerer aus Wien, Max Langheinrich, der Erbauer des Kurmittelhauses, aus München Musch und Lunz aus Meran beteiligt hatten. Ursprünglich sollte das neue Kurhaus das bestehende, 1874 nach den Plänen des Wiener Architekten C.F.L. Förster (1797- 1863) erbaute Kurhaus ersetzen. Die Fertigstellung wurde durch den 1. Weltkrieg verhindert. Der schließlich errichtete Teil, bestehend aus Eingangsfoyer, Nebenräumen, und dem großem Festsaal, schliesst unmittelbar an das alte Kurhaus, heute „Pavillon de Fleurs“ an. Die Funktion der Innenräume ist an der äußeren Gestaltung der Baukörper ablesbar. Das Foyer wird durch Kuppel und Giebelvorbau betont; das Saalgeschoß liegt auf Promenadenniveau und ist vom Haupteingang an der tieferliegenden Freiheitsstrasse über eine großzügige Treppe zu erreichen. Der Saal besteht aus drei Längsschiffen, das mittlere ist von einem Tonnengewölbe überspannt, an dessen Unterkante die längsliegenden Fensterbänder anschließen. Die Seitenschiffe sind mit Galerien versehen. Zur Promenadenseite hin ermöglichen großzügige Fensteröffnungen den Blick ins Freie und sogen für ausgewogenen Tageslichteinfall. Ohmann orientierte sich in der Detailausführung bereits am Jugendstil; er verband diesen jedoch mit seiner Vorliebe für die Barocke Architektur. Seine Erfahrungen beim Bau des Palmenhauses im Wiener Burggarten kamen ihm in Meran zu gute. Hier können Sie die Dienste, die wir auf dieser Website nutzen möchten bewerten und anpassen. Sie haben das Sagen! Aktivieren oder deaktivieren Sie die Dienste, wie Sie es für richtig halten. Um mehr zu erfahren, lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung
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