Spekulation
Sign in to saveAlso known as Speculative philosophy
philosophische Denkweise zu Erkenntnissen
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Spekulation (von lateinisch speculari ‚beobachten‘) ist eine philosophische Denkweise zu Erkenntnissen zu gelangen, indem man über die herkömmliche empirische oder praktische Erfahrung hinausgeht und sich auf das Wesen der Dinge und ihre ersten Prinzipien richtet. Der griechische Begriff "theoria" (Betrachtung) wurde im Lateinischen durch "speculatio" übersetzt und bedeutete zugleich "contemplatio". Hans Reichenbach, der für eine "wissenschaftliche Philosophie" eintritt, hält Spekulation für die Übergangszeit, in der Philosophen Fragen stellen, die sie mit vorhandenen logischen Mitteln noch nicht beantworten können. Auch in der Umgangssprache wird Spekulation einerseits in dem Sinne aufgefasst, dass Behauptungen gemacht werden, denen eine rationale Grundlage fehlt. Andererseits wird Spekulation in der Alltagssprache gebraucht, wenn es um Aussagen geht, die sich erst in der Zukunft als falsch oder richtig erweisen können. Karl Popper verteidigt spekulatives Denken als einen Weg, zu Theorien zu gelangen. Damit sie als "wissenschaftlich" akzeptiert werden, müssen sie jedoch kritisch geprüft werden. Ähnlich gilt nach Paul Lazarsfeld für die empirische Sozialforschung: Statistische Resultate können nur erlangt werden als Antworten auf vorangegangene Spekulationen.
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