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Xiongnu

File:Indo-European_migrations_and_Ancient_Northeast_Asians.png · Wikimedia Commons · See Wikimedia Commons

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Also known as Great Hun Empire, Xunnu, Xiongnu Empire

Historischer Stammesverband von Reiternomaden in Zentralasien

AI overview

The Xiongnu were a powerful confederation of nomadic tribes who lived on the Eurasian Steppe from around the 3rd century BC until the late 1st century AD, eventually forming an organized empire under their leader Modu Chanyu starting in 209 BC. They matter because they represent one of the earliest and most significant nomadic powers in Eurasian history, and their rise fundamentally shaped the political and military landscape of ancient Asia.

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Key facts

Country.map_caption
Territory of the Xiongnu in the 2nd century BC (before the Han–Xiongnu Wars of 133 BC – 89 AD): it includes Mongolia, east Kazakhstan, east Kyrgyzstan, south Siberia, and parts of northern China such as western Manchuria, Xinjiang, Inner Mongolia and Gansu.
Country.conventional_long_name
Xiongnu
Country.common_name
Xiongnu
Country.era
Antiquity
Country.government_type
Tribal confederation
Country.common_languages
various
Country.capital
Longcheng
Country.year_start
3rd century BC
Country.year_end
2nd century AD
Country.religion
Shamanism, Tengrism, Buddhism
Country.demonym
Xiongnu
Country.title_leader
Chanyu
Country.leader1
Touman
Country.year_leader1
220–209 BC
Country.leader2
Modu
Country.year_leader2
209–174 BC
Country.leader3
Laoshang
Country.year_leader3
174–161 BC

via Wikipedia infobox

Wikidata facts

Continent
Asia
Official language
Hunnic
Form of government
khaganate
Image
Warring States Xiongnu Gold Crown - b.jpg
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Commons category
Xiongnu
topic's main category
Category:Xiongnu
official religion
Tengrism
on focus list of Wikimedia project
Wikipedia:Vital articles/Level/4
office held by head of state
Chanyu
inception
0300-00-00
dissolved, abolished or demolished date
0500-00-00
Sources (2)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Xiōngnú (chinesisch 匈奴, W.-G. Hsiung-nu) ist die chinesische Bezeichnung für einen Stammesverband aus Reiternomaden, der zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem späten 1. Jahrhundert n. Chr. weite Teile des östlichen Zentralasiens kontrollierte. Das Reich der Xiongnu war das früheste und gleichzeitig langlebigste Steppenreich. Die Xiongnu wurden erstmals in chinesischen Quellen im Jahr 215 v. Chr. erwähnt, als der erste Kaiser Shihuangdi eine Offensive gegen sie führen ließ. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass sich der Begriff Xiongnu in den chinesischen Quellen offenbar nicht auf einen fest umrissenen, homogenen Verbund bezog, sondern es sich vielmehr um einen Sammelbegriff für heterogen zusammengesetzte Gruppen im Steppenbereich der heutigen Mongolei handelt. Lange Zeit konnten sich die Xiongnu gegen die Han-Dynastie behaupten. Zeitweise versuchten chinesische Kaiser, da militärisches Vorgehen nicht immer erfolgreich war, die Xiongnu durch Zahlungen und Geschenke im Zusammenhang mit Heiratsverträgen zu besänftigen (die sogenannte heqin-Politik). Die Xiongnu benötigten ökonomisch grundsätzlich chinesische Tributleistungen, da ihre eigene Lebensweise keine ausreichende materielle Grundlage darstellte. In diesem Sinne waren die Xiongnu auf die wirtschaftliche Prosperität des Han-Reiches angewiesen. Es kam schließlich im Inneren des Stammesverbunds zu Auflösungserscheinungen. Der südliche Teil der Xiongnu unterwarf sich Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. den Chinesen und geriet so unter chinesisches Protektorat, der nördliche Teil der Xiongnu geriet Ende des 1. Jahrhunderts unter verstärkten chinesischen Druck und wurde schließlich von den Truppen der Han und ihren Verbündeten vernichtet; die letzten Berichte über sie stammen aus der Mitte des 2. Jahrhunderts. Die auf chinesischem Territorium angesiedelte Gruppe der südlichen Xiongnu erhob sich im frühen 4. Jahrhundert gegen die Jin-Dynastie und errichtete die kurzlebige Han-Zhao-Dynastie sowie die spätere-Zhao-Dynastie. In Europa wurde für die Xiongnu teilweise der Begriff Hunnen verwendet, da die ältere Forschung von einer Verbindung zwischen diesen beiden Gruppen ausging. Die Ethnizität der Xiongnu ist in der Forschung umstritten. In der neueren historischen und archäologischen Forschung werden Hunnen und Xiongnu in der Regel nicht mehr gleichgesetzt, was auch dadurch begründet wird, dass es sich bei den frühen Nomadenvölkern um Stammeskonföderationen handelte, die sich aus verschiedenen ethnischen und kulturellen Gruppierungen zusammensetzten und sich je nach Situation in rudimentären Herrschaftswesen organisierten, trennten und neu organisierten (vgl. dazu Reichsbildung bei frühen Nomadenvölkern). In diesem Zusammenhang spricht auch die zeitliche Differenz gegen eine Verbindung von Xiongnu und Hunnen, archäologisch fehlen ebenfalls überzeugende Belege. Anhand der aktuell verfügbaren Befunde ist die ethnische Zuordnung der (wohl heterogen zusammengesetzten) Xiongnu nicht zweifelsfrei zu klären. Neben einer sprachlichen Zuordnung als altaischsprachig (Turksprachen, Mongolisch) oder iranischsprachig wird besonders in der neueren Forschung vermutet, die Xiongnu hätten mehrere Sprachen gesprochen, darunter unter anderem eine jenisseische Sprache (Ketisch) oder eine ausgestorbene Sprache, die keiner der heute bekannten Sprachfamilien Eurasiens angehört.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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