Erwin Gehrts
Sign in to saveGerman journalist (1890-1943)
In the Vinony graph
Within Vinony's link graph, Erwin Gehrts is referenced by 72 other articles, and connects out to Red Orchestra, Harro Schulze-Boysen and Erna Eifler.
Vinony files it under 1890 births, 1943 deaths and Executed Red Orchestra members.
Its subject is documented across 5 Wikipedia language editions.
Music · MusicBrainz
- Type
- Person
- Gender
- Male
- Origin
- Czechia
- Active from
- 1894-06-08
- Active to
- 1942-08-18
Discography
- Chamber Music
- Edition Lockenhaus, Vol. 4/51988
- Jazz Inspired Piano Works1993
- String Quartets1993
- Ensemble Works - Volume 11994
- Klein / Krása / Haas / Schulhoff1994
- Schulhoff: Symphonie no. 2 / Haas: Studie für Streichorchester / Klein: Partita für Streicher / Ullmann: Symphonie no. 21994
- Symphonies 1 - 31994
- Cello Sonata / Flute Sonata / Hot-Sonata1995
- Flammen1995
via MusicBrainz · CC0
Described at
Erwin Gehrts | Stolpersteine in Berlin
stolpersteine-berlin.de →Auf der Seite „Stolpersteine Finden“ bieten wir eine Karte an, die über Maptiler eingebunden wird. Erwin Gehrts bezeichnete sich selbst als konservativen Sozialisten – aus heutiger Sicht scheint das eine zutreffende Beschreibung zu sein. Geboren am 18. April 1890 in Hamburg als Sohn eines Kaufmanns, wuchs Erwin Gehrts in der wilhelminischen Zeit heran. Über seine Jugend und Schulzeit ist nicht viel bekannt, er besuchte eine Lehrerbildungsanstalt in Uetersen/Holstein, war kurze Zeit als Lehrer tätig und legte schließlich nach privater Vorbereitung das Abitur am Realgymnasium in Elmshorn ab. In diesen Jahren schloss er sich dem Wandervogel an, einer bürgerlichen Jugendbewegung, der er zeitlebens verbunden blieb. Ab 1913 studierte er Literatur- und Naturwissenschaften in Freiburg/Breisgau. Gleich mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 meldete sich Erwin Gehrts freiwillig. Er kämpfte zunächst als Infanterist an der Westfront, ab 1916 gehörte er der Luftwaffe an. Nun erkundete er als Aufklärungsflieger gegnerische Stellungen in Belgien und fotografierte diese, ein riskantes Unterfangen, für das er mehrere hohe Auszeichnungen erhielt. Seine Erfahrungen im Krieg verstärkten noch seine gläubige Grundeinstellung zum Fliegen. Im November 1918 wurde er im Range eines Leutnants aus der Luftwaffe entlassen. In den ersten Jahren der Weimarer Republik engagierte sich Erwin Gehrts parteipolitisch, war von 1919 bis 1921 Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP). Er arbeitete als politischer Journalist, zunächst in Oberhausen. In seiner Freizeit leitete er die Ortsgruppe Wesel des „Wandervogel Völkischen Bundes“. 1922 begann er bei der Herner Zeitung als Journalist. Sein Interesse galt insbesondere gesellschaftspolitischen Fragen, die er auch in Vorträgen erläuterte. Im selben Jahr heiratete er Hildegard Kremer. Die Ehe war schweren Schicksalsschlägen ausgesetzt: im Juli 1924 starb eine kleine Tochter, ein Jahr später starb seine Frau nach der Geburt des Sohnes Hans-Erwin ( 12.11.1925) im Wochenbett. Er heiratete 1927 ein zweites Mal. Auch die Ehe mit Erika Berger wurde durch den Tod eines Kindes überschattet, das nach nur drei Monaten starb. Am 1. Oktober 1930 kam die Tochter Barbara zur Welt. In diesen Jahren war Erwin Gehrts Chefredakteur des „Generalanzeigers für Oberhausen, Sterkrode, Osterfeld und das nordwestliche Industriegebiet“. Ab Oktober 1932 lebte Erwin Gehrts mit seiner Familie in Berlin, er war jetzt Chefredakteur bei der der christlich-sozialen Zeitung „Tägliche Rundschau“. Bald nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Zeitung für drei Monate verboten, danach musste sie Insolvenz anmelden. Erwin Gehrts war arbeitslos, versuchte erfolglos, seine Familie als freier Journalist und Schriftsteller durchzubringen und als Bildreporter zu arbeiten. Als er 1935 von seinem ehemaligen Vorgesetzten, General Klepke, das Angebot bekam, in das Reichsluftfahrtministerium einzutreten, nahm er es nach kurzem Zögern an. Im Range eines Hauptmannes leitete er zunächst die Abteilung für Fernaufklärung und Luftbildwesen, anschließend die Vorschriften- und Lehrmittelabteilung. 1937 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Der Aufklärungsflieger“. Im Jahre 1938 arbeitete er als Adjutant des Generals der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber des Heeres. Doch Erwin Gehrts blieb auf Distanz zum herrschenden Regime, dessen zunehmend menschenverachtende Politik seinen persönlichen Wertmaßstäben widersprach, er war Mitglied der Bekennenden Kirche. Diese Haltung teilte er mit dem ebenfalls für das Reichsluftfahrtministerium tätigen Harro Schulze-Boysen. Diesen hatte er schon 1928 in Diskussionsrunden der politisch-kulturellen Zeitschrift „Der Gegner“ kennengelernt, nun verstärkte sich der Kontakt, wurde vertraulicher. In den Jahren 1941/42 tauschten sich die beiden Männer schließlich über politische und dienstliche Fragen aus. Erwin Gehrts kam in direkten Kontakt mit der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“. Als Angehöriger des Mili
Excerpt from a page describing this subject · 6,449 chars · not written by Vinony
Wikidata facts
- Instance of
- human
- Given name
- Erwin
- Gender
- male
- Citizenship
- German Reich
- Place of birth
- Hamburg
- Place of death
- Berlin
- Occupation
- journalist
- Languages spoken
- German
- Conflict
- World War II
- Military branch
- Luftwaffe
- Residence
- Tempelhof-Schöneberg
Show 5 more facts
- Commons category
- Erwin Gehrts
- date of birth
- 1890-04-18
- date of death
- 1943-02-10
- allegiance
- Nazi Germany
- described at URL
- www.stolpersteine-berlin.de/biografie/1308
Sources (2)
via Wikidata · CC0