
Also known as Puphluns, Pupluna, Fufluna, Fufluns Pachies, Pachas
In Etruscan religion, Fufluns () or Puphluns () was a god of plant life, happiness, wine, health, and growth in all things. He is mentioned twice among the gods listed in the inscriptions of the Liver of Piacenza, being listed among the 16gods that rule the Etruscan astrological houses. He is the 9th of those 16gods. He is the son of Semla and the god Tinia. He was worshipped at Populonia (Etruscan Fufluna or Pupluna) and is the namesake of that town.
Fufluns ist der etrurische Gott der Fruchtbarkeit und des Weins. Er wird mit dem griechischen Dionysos gleichgesetzt. Ursprünglich scheint Fufluns ein etrurischer Gott des Wachstums und der Vegetation gewesen zu sein. Das deutet jedenfalls der Name an, der sich von der etrurischen Wurzel *pople oder *puple („knospen“, „sprießen“) ableitet. Diese Wurzel findet sich auch im lateinischen populus („Volk“). Einer seiner Kultorte scheint die offenbar nach ihm benannte etruskische Stadt Populonia gewesen zu sein. In Münzprägungen erscheint der Ortsname als pupluna, pufluna oder fufluna, also etwa „Stadt Fufluns“. Sofern der Mythos aus etruskischen Inschriften und Bildnissen erschlossen werden kann, stimmt er weitgehend mit den Erzählungen aus der griechischen Mythologie überein.Fufluns wurde ab dem 5. und wahrscheinlich schon ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. mit Dionysos/Bakchos identifiziert. Dementsprechend die ebenfalls überlieferte Benennung Fufluns Pacha, wobei „Pacha“ für „Bakchos“ steht. In den Darstellungen (Keramik, Spiegelgravierungen) ist Fufluns der Sohn von Tinia (Zeus) und Semla (Semele). Auch er wird aus der Hüfte bzw. dem Schenkel Tinias entbunden. Auf einer etruskischen Spiegelgravierung findet sich eine Darstellung der Szene: außer Tinia-Zeus sind zwei Ammen, Mean und Thalna, sowie (Apollon) anwesend. Auch Darstellungen Fufluns mit seiner Gemahlin/Braut (entsprechend Ariadne) sind bekannt. Eine schwarzfigurige etruskische Hydria des 6. Jahrhunderts zeigt die sich in Delphine verwandelnden Piraten, die Fufluns-Dionysos gefangen genommen hatten. Soweit finden sich keine erheblichen Abweichungen gegenüber dem griechischen Mythos. Auffällig an der Ikonographie Fufluns ist lediglich, dass er häufiger als auf den griechischen Darstellungen als nackter Knabe erscheint, und die relative Prominenz seiner Mutter Semla-Semele. Häufig werden sie zusammen dargestellt. Auf einer Spiegelgravierung sieht man zum Beispiel den nackten Fufluns seiner Mutter mit nach hinten geneigtem Kopf in einem Kuss hingegeben. Der Kult des Fufluns wurde möglicherweise in Zusammenhang mit dem Bacchanalienskandal 186 v. Chr. vom römischen Staat unterdrückt. Livius deutet an, dass die „Infektion“ etrurische Wurzeln gehabt hätte. In späterer Zeit finden sich jedenfalls keine Belege für eine weitere Verehrung Fufluns. Vermutlich ist sein Kult mit dem des Bacchus bzw. Liber verschmolzen.
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