Mathilde Wurm
Sign in to saveAlso known as Mathilde Sara Adler, Mathilde Adler, Mathilde Sara Wurm
German politician and journalist, editor (1874-1935)
Person · Open Library
- Born
- 1874
- Died
- 1935
- Works
- 2
Top works
- Die Fauenerwerbsarbeit
- Die Frauenerwerbsarbeit
via Open Library + Wikidata
Recent publications · Crossref
5 total works indexed
- Global burden of 369 diseases and injuries in 204 countries and territories, 1990–2019: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2019
· 2020 · cited 15,341x
- Global, regional, and national incidence, prevalence, and years lived with disability for 354 diseases and injuries for 195 countries and territories, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017
· 2018 · cited 10,798x
- Global Burden of Cardiovascular Diseases and Risk Factors, 1990–2019
· 2020 · cited 9,736x
- Minimal information for studies of extracellular vesicles 2018 (MISEV2018): a position statement of the International Society for Extracellular Vesicles and update of the MISEV2014 guidelines
· 2018 · cited 9,369x
- Global burden of 87 risk factors in 204 countries and territories, 1990–2019: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2019
· 2020 · cited 7,715x
via Crossref · CC0
Described at
Mathilde Wurm geb. Adler | Stolpersteine in Berlin
stolpersteine-berlin.de →Auf der Seite „Stolpersteine Finden“ bieten wir eine Karte an, die über Maptiler eingebunden wird. Wir die wir nie Zeit hatten, haben jetzt bedrückend viel. Nicht, daß ich unbeschäftigt wäre! Ich wirtschafte für uns beide. Frauen sind ja nie ohne Beschäftigung, wenn sie wollen. Aber das befriedigt mich nach keiner Richtung, denn das kann jeder machen, und ich könnte und möchte so gerne anderes tun. Augenblicklich versuche ich, irgendeine Stellung zu finden. Ich sage: irgendeine, denn mit 60 Jahren darf man nicht wählerisch sein. Aber die Aussichten auf Erfolg sind denkbar ungünstig. Das Angebot an jüngeren Kräften ist schon sehr groß. Aber ich lasse den Kopf nicht hängen: Alles besser als Konzentrationslager ... Mathilde Adler stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie. Nach dem Besuch einer höheren Töchterschule arbeitete sie ab 1896 als Fürsorgerin in Berlin. Seit 1903 leitete sie die Frauenabteilung des Zentralverbandes für Arbeitsnachweise und engagierte sich in der politischen Frauen- und Mädchenausbildung. 1904 heiratete sie den Chemiker und SPD-Reichstagsabgeordneten Emanuel Wurm. In den folgenden Jahren war sie Hausfrau und engagierte sich journalistisch und politisch in der sozialdemokratischen Frauenbewegung. Sie hatte regen Kontakt mit führenden Politikerinnen wie Rosa Luxemburg, Clara Zetkin und Luise Kautsky. Als Kriegsgegnerin gehörte sie 1917 zu den Gründungsmitgliedern der USPD. Nach der Revolution wurde sie – ebenso wie ihr Mann, der dann als unbesoldeter Stadtrat dem Magistrat von Berlin angehörte – 1919 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Ihr Mann starb 1920. Im selben Jahr wurde Mathilde Wurm, zuerst für die USPD, später für die SPD, in den Reichstag gewählt, wo sie sich vor allem für die Rechte der Frauen und deren praktische Umsetzung engagierte. Sie gab die Zeitschrift „Die Kämpferin“, seit 1922 „Die Gleichheit“, heraus. Bis 1924 blieb sie, obwohl nicht religiös, Mitglied der Jüdischen Gemeinde und äußerte sich in Zeitungsbeiträgen gegen antisemitische Vorfälle. Seit 1928 redigierte sie zusammen mit der politischen Journalistin Dora Fabian die „Sozialdemokratische Pressekorrespondenz“. 1933 wurde Mathilde Wurm noch einmal in den Reichstag gewählt, das Mandat wurde ihr aber nach dem SPD-Verbot vom Juni und der Verordnung zur Sicherheit der Staatsführung vom Juli 1933 entzogen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie Deutschland bereits verlassen. Zunächst emigrierte sie in die Schweiz, wo sie bei einer Schwester in Genf wohnte. Im Februar 1934 floh sie nach London und wohnte dort mit Dora Fabian zusammen. Als die beiden Frauen tot in ihrer Wohnung gefunden wurden, löste der Vorfall zahlreiche Gerüchte aus, die private und politische Motive umfassten. Scotland Yard ermittelte und kam zum Ergebnis der Selbsttötung durch Tabletten am 1. April 1935, die Gründe konnten jedoch nicht geklärt werden. Im thüringischen Bad Salzungen ist eine Straße nach Mathilde Wurm benannt. Alle Texte und Bilder auf dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Erlaubnis des/r Rechteinhaber in verwendet werden.
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Wikidata facts
- Image
- Mathilde Wurm.jpg
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- name in native language
- Mathilde Wurm
- date of birth
- 1874-09-30
- date of death
- 1935-04-01
- Commons category
- Mathilde Wurm
- described at URL
- www.stolpersteine-berlin.de/biografie/5276
Sources (6)
via Wikidata · CC0