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Papusza

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Also known as Doll

2013 film by Krzysztof Krauze, Joanna Kos-Krauze

Film · TMDB

7.7

The rise and fall of the most distinguished Polish-Roma poetess Bronislawa Wajs, widely known as Papusza, and her relationship with her discoverer, writer Jerzy Ficowski.

Released: 2013-11-15131 minDir: Krzysztof KrauzeDrama, History

Cast

  • Jowita Budnik as Bronisława 'Papusza' Wajsová
  • Zbigniew Waleryś as Dionizy Wajs
  • Antoni Pawlicki as Jerzy Ficowski
  • Artur Steranko as Lieutenant Czarnecki
  • Andrzej Walden as Julian Tuwim
  • Joanna Niemirska as Wanda Ficowska

Themes

  • gypsy
  • poetry
  • poet
  • woman director

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Ratings

IMDb

7.4/10

1,436 votes

Rotten Tomatoes

71%

Year
2013
Runtime
131 min
Genres
Biography, Drama
Rated
G
Awards
16 wins & 6 nominations

via OMDb · IMDb

Described at

Papusza – Die Poetin der Roma (PL 2013) : KRITIK : artechock

Kritik von Gregor Torinus zu Papusza – Die Poetin der Roma, PL 2013, R: Joanna Kos-Krauze, Krzysztof Krauze. artechock – das Münchner Filmmagazin

artechock.de

»Der Tourismus zerstört, was er sucht, indem er es findet.« So lautet eine nur auf den ersten Blick paradox klingende Weisheit, die in leicht abge­wan­delter Art den zentralen Konflikt in Papusza ausmacht. Der Spielfilm von Joanna Kos-Krauze und Krzysztof Krauze zeichnet ein frag­men­tiertes Portrait der Roma-Dichterin Papusza (»Püppchen«), die mit bürger­li­chem Namen Bronisława Wajs (1910–1987) hieß. In kontrast­rei­chen und sehr detail­lierten Schwarz­weiß­pan­oramen verwebt der Film die Lebens­ge­schichte der Poetin mit der Geschichte der polni­schen Roma-Gemeinde im 20. Jahr­hun­dert. Anstatt brav in chro­no­lo­gi­scher Folge die wich­tigsten Stationen im Leben Papuszas abzu­klap­pern, springt der Film in der Zeit – oft fast wie zufällig – hin und her. Papusza liefert flüchtige Impres­sionen aus dem Leben eines Volkes, das die Unbe­stän­dig­keit und die Nicht­greif­bar­keit zu einem iden­ti­täts­stif­tenden Prinzip erhoben habt. Die anderen mögen ihre Kultur und ihre Geschichte haben, die Roma haben ihre Zigeu­ner­weis­heit und ihre Zigeu­ner­ge­heim­nisse. Der weise Alte der Gemeinde, zu der Papusza gehört, ist sich sicher, dass Hitler nur deshalb etwas gegen die Juden und die Zigeuner hat, da er in Wirk­lich­keit zutiefst neidisch auf jene ist. »Er weiß, dass ein gewöhn­li­cher Jude oder ein Zigeuner cleverer, als ein Deutscher sind.« Dabei sind die Roma selbst so exklu­die­rend, dass sie alle Menschen in Roma und in »Gadjes«, also Nicht-Roma unter­teilen. Als die Roma nach dem Zweiten Weltkrieg von der neuen kommu­nis­ti­schen Regierung zwangs­do­mes­ti­ziert werden sollen, beschließt der Alte einfach einen Verant­wort­li­chen zu bestechen, denn »die Gadjes mögen Geld«. Dieser Alte ist zunächst auch dagegen einem politisch Verfolgten in seiner Gemeinde Unter­schlupf zu gewähren. Doch am Ende lebt der Intel­lek­tu­elle und Schrift­steller Jerzy Ficowski ein Jahr mit ihnen zusammen. In dieser Zeit freundet er sich mit der klugen Papusza an. Jene hatte zuvor Hühner geklaut, um den Unter­richt bei einer jüdischen Buch­händ­lerin bezahlen zu können, die ihr Lesen und Schreiben beige­bracht hat. Jetzt schreibt sie Gedichte, die Ficowskit begeis­tern, während Papusza meint, die würde nur alte Geschichten aufschreiben. »Ich habe nie etwas geschrieben«, sagt sie. Ficowski überzeugt nach seiner Rückkehr »in die Zivi­li­sa­tion« einen Verleger ein Buch mit Papuszas Gedichten und Ficowskis Geschichte der polni­schen Roma zu veröf­fent­li­chen. Für die Roma ist dies ein schreck­li­cher Verrat aufgrund der Veröf­fent­li­chung ihrer »Zigeu­ner­ge­heim­nisse«. Anstatt stolz darauf zu sein, dass es mit Papusza eine von ihnen zu Ruhm bei den Gadjes gebracht hat, wird Papusza von der Gemeinde verstoßen. Papusza inter­es­siert sich wesent­lich mehr für diesen kultu­rellen Konflikt, als für die Person oder die Gedichte der titel­ge­benden Dichterin. Letzteres ist schade, denn man würde sehr gerne mehr hören, von dieser bemer­kens­werten Frau, deren Gedichte der Verleger aus Warschau als die »reinste Stimme, die es seit langer Zeit zu hören gab« bezeichnet. Statt­dessen bringt der Film die Kultur eines Volkes nahe, das darauf stolz ist, gar keine (doku­men­tierte) Kultur zu besitzen. Die Roma werden gezeigt als ein in der Tat sehr gewitztes Völkchen, das die Kunst beherrscht, den Augen­blick zu leben und das Schwie­rig­keiten mit einem großen Impro­vi­sa­ti­ons­ta­lent zu begegnen. Unauf­haltsam ziehen ihre Planwagen selbst bei strö­menden Regen durch den Schlamm, obwohl diese Bewegung unserem Vers­tändnis nach voll­kommen ziellos – und somit sinnlos – ist. Als die Polizei einige von ihnen in eine gemein­same Zelle einsperrt, tanzen und musi­zieren die Inhaf­tierten zum Verdruss der genervten Ordnungs­hüter, aus Protest – und aus reiner Freude – die ganze Nacht. Es ist, als ob sie sagen wollten: »Ihr könnt uns alles nehmen, aber was uns wirklich ausmacht, da kommt ihr niemals heran.« Dass Papusza und Ficowski es wagen, etwas von di

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