Also known as Virginia Statute for Establishing Religious Freedom
historisches Landesgesetz zur Religionsfreiheit in der Kolonie Virginia
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Das Virginia Statute for Religious Freedom (deutsch Virginia-Religionsfreiheitsgesetz) ist ein Landesgesetz zur Religionsfreiheit in der damaligen Kolonie Virginia (heute US-Bundesstaat Virginia) und wurde 1777 von Thomas Jefferson verfasst. Zunächst 1779 von der Virginia General Assembly abgelehnt, erlangte es 1786 – mit geänderter Präambel – auf Betreiben James Madisons Gesetzeskraft. Das Gesetz besagt, dass * keiner gezwungen werden darf, an religiösen Handlungen teilzunehmen oder Kirchensteuer zu entrichten; * jeder seinen Glauben bekennen und mit Argumenten für ihn werben darf; und * keiner aufgrund seines Bekenntnisses vom Staat bevorzugt oder benachteiligt werden darf. Für Jefferson und Madison war unter anderem wichtig, dass auch Anhänger der dominanten Glaubensrichtung frei entscheiden konnten, in welchem Umfang sie ihre Religionsgemeinschaft finanziell unterstützten. Das Gesetz wurde von deutschen Aufklärern gefeiert; die erste deutsche Übersetzung erschien bereits 1789. Es hat viele westlichen Staaten beeinflusst. Paul Nolte nennt es „die bis heute wohl berühmteste Erklärung der Religionsfreiheit“ Jefferson verfügte, dass nur drei seiner Leistungen auf seinem Grabmal erwähnt werden sollten: Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, das Gesetz der Religionsfreiheit, und die University of Virginia. Auszüge aus diesem Gesetz sind im Jefferson Memorial in Washington, D.C. eingraviert.
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