Ludwig Hoffmann
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deutscher Architekt und Stadtbaurat in Berlin (1852-1932)
Person · Open Library
- Born
- 1852
- Died
- 1932
- Works
- 10
Top works
- Geschichte der direkten Steuern in Baiern vom Ende des XIII. bis zum Beginn des XIX. Jahrhunderts
- Der Reichsgerichtsbau zu Leipzig
- Ludwig Hoffmann: [Werke]
- Ludwig Hoffmann, Stadtbaurat von Berlin 1896-1924
- Lebenserinnerungen eines Architekten
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- Listeners
- 677
- Total plays
- 4,968
Tags
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Given name
- Ludwig
- Family name
- Hoffmann
- Gender
- male
- Citizenship
- Weimar Republic
- Place of birth
- Darmstadt
- Place of death
- Berlin
- Occupation
- architect
- Languages spoken
- German
- Notable work
- Märchenbrunnen
- Academic degree
- doctorate
- Field of work
- architecture
- Image
- Ludwig Hoffmann 1.png
- Work location
- Berlin
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- Commons category
- Ludwig Hoffmann
- date of birth
- 1852-00-00
- date of death
- 1932-01-01
- Commons Creator page
- Ludwig Hoffmann
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Article · Deutsch
Ludwig Ernst Emil Hoffmann (* 30. Juli 1852 in Darmstadt; † 11. November 1932 in Berlin) war ein deutscher Architekt und von 1896 bis 1924 Stadtbaurat in Berlin. Prägend wurde er für die Architektur Berlins in einer Zeit, in der die Hauptstadt stark wuchs. Zahlreiche öffentliche Verwaltungsgebäude, Schulen, Brücken, Schwimmbäder, Krankenhäuser und andere städtische Bauten konnte er planen und verwirklichen. Hoffmann nannte in seinen Lebenserinnerungen 300 Bauten in 111 Bauanlagen, tatsächlich baute er mehr. Typisch für sein Werk waren die Errichtung des Virchow-Klinikums, der Heilanstalten in Berlin-Buch, von 69 Schulen sowie öffentlichen Schwimmbädern wie dem Baerwaldbad. Hoffmanns Tätigkeit als Stadtbaurat umfasste die Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs und Wachstums im Deutschen Kaiserreich, den Ersten Weltkrieg und die Novemberrevolution von 1918 sowie die Jahre der Inflation. Hoffmanns erstes Bauwerk war das Reichsgericht in Leipzig. Aus der späten Schinkel-Schule kommend verfolgte Hoffmann einen Stil des modernen Historismus. Hoffmann bediente sich historischer Formen, stellte sie aber häufig unorthodox zusammen. Diese Formen übernahm er oft aus der italienischen Renaissance oder dem italienischen Barock, später auch aus der norddeutschen Renaissance. Zeitgenossen lobten Klarheit und Einfachheit seiner Bauten. Hoffmann selbst legte Wert auf die individuelle Gestaltung jedes einzelnen Baues und eine künstlerische und handwerkliche Durchdringung aller Details. Die Formensprache der architektonischen Moderne lehnte er ebenso ab wie deren industrielle Produktionsmethoden. Julius Posener fasste sein Werk zusammen als „reifsten und reichsten Ausdruck der ‚offiziellen‘ Bestrebungen der Zeit. […] Hoffmann war kein Mann des L’art pour l’art. Die Schönheit seiner Schulen, Bäder, Krankenhäuser war Teil der sozialen Reform.“ Wolfgang Schäche beschrieb ihn als bürgerlichen Mann des Deutschen Kaiserreichs. Er wollte durch seine Bauten das Kaiserreich sozial befrieden, nicht überwinden. In der Weimarer Republik geriet Hoffmann schnell in Konflikt mit den Architekten der Moderne und geriet kurz nach seinem Tod weitgehend in Vergessenheit. Kritiker warfen ihm Eklektizismus und Mittelmäßigkeit vor. Erst seit den späten 1970er-Jahren wird er, ausgelöst durch Posener und Schäche, wieder stärker wahrgenommen.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA