Der Begriff p-Prozess (p für Proton) wird in der wissenschaftlichen Literatur zur Erforschung des astrophysikalischen Ursprungs der Elemente (Nukleosynthese) auf zwei Arten gebraucht: * ursprünglich war damit ein Protonenanlagerungsprozess gemeint, der gewisse protonenreiche Isotope der schweren Elemente von Selen bis Quecksilber erzeugt. Diese Nuklide werden p-Kerne genannt. * Obwohl gezeigt wurde, dass der ursprünglich vorgeschlagene p-Prozess die p-Kerne nicht erzeugen kann, wurde der Begriff später manchmal ganz allgemein als Oberbegriff für jeden Nukleosyntheseprozess verwendet, der p-Kerne erzeugt. Die Vermischung der zwei Bedeutungen führt oft zu Verwirrung. Daher wird in der neueren wissenschaftlichen Literatur angeregt, den Begriff p-Prozess nur für den eigentlichen astrophysikalischen Nukleosyntheseprozess zu verwenden (wie es bei anderen Prozessen ebenfalls üblich ist), also für Protonenanlagerung bei bestimmten Bedingungen.
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Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).