
Ernte von Trieben und der Baumkronen durch starken Rückschnitt der Bäume
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Schneitelung (oberdeutsch verbreitet auch Schnaitelung geschrieben, auch schnaiteln, schneiteln, schnarteln) ist der Rückschnitt von Bäumen (z. B. Esche, Weiden) in der Schneitelwirtschaft zur Gewinnung der Triebe oder Blätter als Tierfutter (Laubheu als Raufutter) und Einstreu. Gleichzeitig wird die Beschattung der nebenliegenden Flächen reduziert.Die Verwendung der abgeschnittenen Triebe bzw. Blätter als Futter erfolgt seit der Jungsteinzeit. Bei der Laubfuttergewinnung werden vier Arten unterschieden: 1. * Astschneitelung – belaubte Zweige werden zur Laubheu-, Brennholz- oder Flechtholzgewinnung abgetrennt 2. * Kopfschneitelung – durch Beschnitt der Bäume etwa auf Brusthöhe wird verhindert, dass Weidevieh oder Wild (anders als bei der Stockschneitelung, s. u.) den jungen Ausschlag verbeißt; es entstehen z. B. Kopflinden und Kopfweiden 3. * Laubschneitelung – es wird lediglich das Laub von den Ästen gerupft und als Winterfutter getrocknet; verwendet wurde insbesondere das Laub von Esche und Hainbuche 4. * Stockschneitelung – die Bäume werden auf Stock gesetzt, d. h. bis auf den Wurzelstock gerodet; der darauf folgende Stockausschlag bildet den Niederwald Bei Weiden wird der obere Teil des Baumes in einer Höhe von typischerweise 1–2 Metern abgeschnitten (Kopfschneitelung). Im Gartenbau sagt man dazu auch Köpfung. Dort bilden sich neue Triebe, die für verschiedene Zwecke genutzt werden können. Aus Weidentrieben kann man z. B. Korbwaren herstellen. Der Baum wächst in die Form einer Kopfweide. Stärkere Triebe müssen regelmäßig (meist mehrjährig, wenn sie verholzen) abgeschnitten bzw. entfernt werden, damit der geschädigte Baum nicht unter dem eigenen Gewicht zerbricht und weiterhin junge Triebe bildet. Bei einigen Bäumen eignen sich die jungen Triebe und Blätter als Viehfutter. Im Alpenraum wurde hierzu bis ins frühe 20. Jahrhundert vor allem die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) angebaut. Die Triebe wurden mit einer Praxe geschneitelt. Diese Form der Bewirtschaftung nennt sich Schneitelwirtschaft.
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